20 Jahre selly Das war das Jubiläumsevent

Inventur-Challenge, Gehirnfutter und KI-Cocktails: 20 Jahre selly – dieser Anlass wurde gebührend gefeiert. Bei der Jubiläumstagung am 6.11. in Berlin gaben vier hochkarätige Redner Einblicke in die Zukunft der Branche. Drei Teams kämpften bei der Inventur-Challenge um die Siegprämie von 5.000 Euro für einen guten Zweck. Und nicht nur bei den Gästen wurden Erinnerungen an die Anfangszeit des Unternehmens wach.

Schon der Ort des Geschehens war ein Hinweis darauf, worum es an diesem Tag ging: die historische Heeresbäckerei in Berlin-Kreuzberg. Das Industriedenkmal direkt an der Spree diente seit 1890 als Getreidespeicher, Bäckerei und Mühle. Es passte also wunderbar, dass selly viele Kunden, Weggefährten und Partner zur Feier des 20-jährigen Firmenjubiläums dorthin eingeladen hatte, wo früher Korn und Mehl lagerten.

Andreas von Czapiewski, Geschäftsführer von sellysolutions

Vor rund 120 Gästen erinnerte Geschäftsführer Andreas von Czapiewski daran, worum es selly vor allem geht: Küchenchefs dabei zu unterstützen, leckeres Essen zu kochen. Seinen Rückblick auf die aufregenden Anfänge des Unternehmens verknüpfte er mit einem herzlichen Dankeschön an alle, die zum Erfolg von selly beigetragen haben: das Team, Kunden und Partner, Berater und Begleiter, die Familien der Gründer. Andreas von Czapiewski erinnerte daran, dass selly vor 20 Jahren Vorreiter war bei dieser Sache, die sich Internet nannte. Und so soll es auch weitergehen – deshalb kündigte er an, gemeinsam mit birds on mars ein Projekt zur Künstlichen Intelligenz (KI) zu starten: „Food on Mars“.

Künstliche Intelligenz für die Foodservice-Branche

Der Gründer und Geschäftsführer von birds on mars, Klaas Bollhöfer, stellte in seinem Vortrag über Künstliche Intelligenz fest: Es gibt sie eigentlich noch gar nicht. Was es bereits gibt: die Verknüpfung von Algorithmen mit großen Datenmengen – und selbstlernende Maschinen. Ohne den Menschen läuft jedoch gar nichts. Aber was bedeutet das für die Foodservice-Branche? Antworten auf diese Frage werden selly und birds on mars gemeinsam mit der Branche geben. Mehr dazu später hier im Blog und auf der selly-Website.

Klaas Bollhöfer, Gründer und Geschäftsführer von birds on mars

Wie viel Digitalisierung verträgt die Gastronomie?

Die Antwort auf diese Frage ist gar nicht so einfach, stellte Bernd Fritzges, der im Eventbereich aktiv ist, in seinem Vortrag fest. „Bevor wir uns darüber verständigen, müssen wir überlegen, ob wir das nötige Mindset, die Offenheit für die Digitalisierung haben. Viele haben Angst, wegrationalisiert zu werden, aber die Digitalisierung kommt so oder so – also stellen wir uns besser darauf ein“, sagte er im Interview. „Wir sollten die Automatisierung als Freund und nicht als Feind sehen.“ Denn die gewonnene Zeit könne man besser in den menschlichen Kontakt investieren. Dafür gab er dem Publikum in seinem Vortrag zehn wertvolle Tipps zum Change-Management auf den Weg.

Bernd Fritzges, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Veranstaltungsorganisatoren (VDVO), Unternehmer (Eventagentur), Digitalisierungs-Visionär (Gremien GCB, IHA)

Kreativität durch Künstliche Intelligenz

Wie Künstliche Intelligenz ganz praktisch aussehen kann, stellte Dr. Patrick Unger, Experte für Data Science und KI bei IBM, vor: Watson, ein Computerprogramm der Künstlichen Intelligenz, entwirft außergewöhnliche und vor allem schmackhafte Rezepte. Dabei greift der „künstliche Chefkoch“ auf eine Datenbank mit 20.000 Rezepten, chemischen Informationen und – man höre und staune – Wikipedia zurück. Da Watson Fragen verstehen und selbst lesen kann, bildet er sich ständig weiter. Dr. Unger ermöglichte einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen dieser Software und zeigte, wie Watson funktioniert und nach welchen Kriterien er herausfindet, ob verschiedene Zutaten zusammenpassen.

Dr. Patrick Unger, Experte für Data Science und KI, IBM Deutschland GmbH

Weisheiten vom Hamburger Fischmarkt

Einen fulminanten Auftritt legte Hein Hansen vom Hamburger Fischmarkt hin. In seinem Vortrag ging es um Motivation – die angedrohten 180 Folien zum Thema sparte er sich allerdings. Zwischen deftigen Sprüchen leitete er unauffällig auf das Gebiet der Psychologie über und unterhielt das Publikum mit wissenschaftlichen Fakten. Am Ende stand fest: Von Aale-Dieter & Co. lernen, heißt siegen lernen.

Hein Hansen, Fischmarktverkäufer und Motivationsprofi

Für das leibliche Wohl der Gäste in der Heeresbäckerei sorgte das Eventmanagement der Porta Gaststätten GmbH & Co. KG. Dort ist man selly sehr verbunden, berichtete Geschäftsführer Ralf Hauschild: „Neunzig Prozent unserer Bestellungen laufen über sellyorder. Und spätestens seit der Einführung der LMIV haben wir auch sellymenue im Einsatz. Als wir einmal die Software wechseln wollten, hat sich unser zentraler Einkauf extrem für selly eingesetzt. Und noch etwas – ich persönlich finde es toll, wenn man mit dem Unternehmer selber sprechen kann.“

Feiern bei leckerem Essen und Cocktails von Chef Watson

Für den ungezwungenen Teil des Abends hatte selly einen der besten Clubs der Stadt gemietet: das Spindler&Klatt direkt nebenan. Bei vielen Gästen weckte die Jubiläumsfeier Erinnerungen an die frühen Jahre von selly. Michael Schlageter vom „Haus Mutter“ in St. Blasien, ist selly-Kunde der ersten Stunde: „Vor zwanzig Jahren war ich technikbegeistert, mein Freund war der Computer.“ „Das ist immer noch so“, warf seine Frau ein. Michael Schlageter fuhr fort: „Ich habe es damals nicht wirklich genossen, wenn alle vierzehn Tage der Außendienstmitarbeiter des Lieferanten vorbeikam und ich ihm eine Stunde widmen musste. Ich betreibe nebenbei noch eine Hobbylandwirtschaft. Dank selly konnte ich etwas früher nach Hause, Heu machen, mich um meine Schafe und Ziegen kümmern. Und abends habe ich mich dann eine halbe Stunde hingesetzt und meine Bestellung gemacht. Das ist bis heute so geblieben.“

Pioniergeist – damals wie heute

Auch Ramin Homayouni, Gesamtleitung Verpflegungsmanagement bei der St. Elisabeth Gruppe, war von Anfang an selly-Kunde: „selly steht für mich für Pioniergeist. Am Anfang war es schwierig, die Lieferanten zu überzeugen, dass sie auf selly umsteigen müssen, wenn sie mit mir arbeiten wollen. Alle waren damals in anderen Systemen gefangen. Ich dachte immer, wir könnten den Einkauf super selber managen, wenn wir unabhängig wären. Deshalb haben wir uns früh für selly entschieden. selly wickelt ab und wir partizipieren selbst am Einkauf.“ Beide Unternehmen haben bei verschiedenen Projekten zusammengearbeitet – aktuell wird das Gutschriftverfahren eingeführt. „Ich wünsche mir, dass selly weitermacht wie bisher – immer die Nase im Wind“, schloss Ramin Homayouni.

Mit den von Chef Watson kreierten Cocktails und heißen Moves auf der Tanzfläche ging das Jubiläums-Event „20 Jahre selly“ zu Ende. Das selly-Team bedankt sich herzlich bei allen Gästen für ihr Kommen. Das mit der Nase im Wind kriegen wir hin.

PS: Und was bei der Jubiläums-Challenge “Speed-Inventur” herauskam, erfahren Sie im nächsten Blogbeitrag.

Fotos: sellysolutions Servicegesellschaft mbH